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Ziele setzen und begleiten 🎯

Der geklärte Auftrag regelt, wie deine Lernenden dokumentieren. Ziele geben eurer Begleitung die Richtung: Mit ihnen schaut jedes Feedback nach vorn statt nur zurück.

Drei Zielarten, drei Zeithorizonte

Leistungsziele kommen aus dem Bildungsplan des Berufs: Vorgegeben, vollständig, auf die ganze Lehre angelegt. Deine Lernenden schätzen sich laufend selbst ein, im Feedbackgespräch bestätigt ihr die Einschätzungen gemeinsam.

Abmachungen sind individuelle Ziele, die ihr im Feedbackgespräch vereinbart: Persönlich, konkret, mit dem Zeithorizont, den ihr wählt. Wie du sie in der App erfasst, zeigt die Anleitung Abmachungen.

Aktionen sind die kleinsten Ziele: Nächste Schritte, die Lernende beim Dokumentieren selbst aus einem Eintrag ableiten. Sie gehören den Lernenden, du musst sie weder erfassen noch verwalten.

Vorgegeben, vereinbart, selbst gesetzt: Deine Begleitung wird wirksam, wenn du die Ebenen verbindest. Das Leistungsziel liefert das Wozu, die Abmachung macht daraus einen überschaubaren Schritt, die Aktion bringt ihn in die laufende Woche.

Abmachungen: Dein flexibelstes Ziel-Werkzeug

Leistungsziele stehen fest, Aktionen setzen deine Lernenden selbst. Abmachungen dagegen gestaltest du, und dafür gibt es zwei bewährte Einsatzarten:

Als Entwicklungsziel bis zum nächsten Gespräch. Ihr haltet fest, woran die Person bis zum nächsten Termin arbeitet. Die App bringt die Abmachung bei der Vorbereitung des Folgegesprächs automatisch wieder auf den Tisch.

Als Semesterziel aus dem Bildungsbericht. Ziele aus dem Bildungsbericht verschwinden oft im Ordner. Erfasst du sie als Abmachungen, bleiben sie im Zielbereich deiner Lernenden sichtbar, und ihr besprecht sie bei der Standortbestimmung Richtung IPA und QV, bevor der nächste Bildungsbericht ansteht.

Woran du eine gute Abmachung erkennst

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Das trägt

  • Beobachtbar: «Du bereitest Kundentermine selbständig vor: Unterlagen am Vortag bereit, offene Fragen notiert.»
  • Terminiert: «Bis zu unserem Gespräch Ende November.»
  • Selbst formuliert: Die Person formuliert das Ziel in eigenen Worten, du schärfst nach.

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Das verpufft

  • Vage: «Selbstständiger werden.» Woran würdet ihr merken, dass es erreicht ist?
  • Ohne Zeithorizont: Was kein Datum hat, ist nie dran.
  • Diktiert: Ein Ziel, das nur du formuliert hast, bleibt dein Ziel.

Das Prinzip kennst du von der Auftragsklärung: Wer ein Ziel selbst formuliert, hat es verstanden, und ein selbst formuliertes Ziel verpflichtet mehr als ein diktiertes.

Dein einziger Job

Nimm dir für dein nächstes Feedbackgespräch genau eine Abmachung vor: Gemeinsam formuliert, beobachtbar, terminiert. Die Formulierungshilfen unten kannst du direkt mitnehmen.

Formulierungshilfen für Abmachungen

Entwicklungsziel: Bis Zeitpunkt beobachtbares Verhalten, z.B. bereitest du Kundentermine selbständig vor. Erkennbar daran: Woran ihr es seht.

Semesterziel: Ziel aus dem Bildungsbericht, in den Worten der lernenden Person. Wir schauen es am Semesterende gemeinsam an.

Warum das funktioniert

Zielklarheit steuert Lernen. Die empirische Bildungsforschung konvergiert seit Jahrzehnten: Zielsetzung, Feedback und Selbstregulation gehören zu den zentralen Wirkhebeln fürs Lernen, zusammengefasst unter anderem in Hatties Visible-Learning-Synthese. Wer weiss, worauf er hinarbeitet, nimmt im Alltag die passenden Lerngelegenheiten überhaupt erst wahr.

Selbststeuerung zahlt sich beruflich aus. Strategien der Selbstregulation, darunter das Setzen und Verfolgen anspruchsvoller Ziele, erklären einen substanziellen Teil der Unterschiede in beruflichen Lernergebnissen (Sitzmann & Ely 2011). Abmachungen trainieren genau diesen Kreislauf: Ziel setzen, daran arbeiten, Bilanz ziehen.

Das kommt als Nächstes

Zuletzt aktualisiert am 10.07.2026

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